Asthma
Was ist ein Asthma?
Asthma (Asthma bronchiale, Bronchialasthma) zeigt sich klinisch durch eine anfallsweise auftretende unterschiedliche Atemnot. Es findet sich ein typischer Abhörbefund der Lunge (erschwerte Ausatmung mit "Giemen").
Die Lungenbronchien sind verengt, sodass der Lufzufluss zu den Lungenbläschen (Alveolen) stark eingeschränkt ist. Die Ursache
für diese Einengung ist eine Überempfindlichkeit der Bronchialschleimhaut mit vermehrter Schleimbildung und eine Engerstellung der Bronchien durch ein Zusammenziehen der Bronchialmuskulatur (Bronchialkonstriktion).
Auslösende Ursachen eines Asthmaanfalls
- äussere Reize (Pollen, Hausstaub, Tierhaare, Zigaretttenrauch, Luftverschmutzung, chemische Dämpfe, Parfüms etc.)
- eine Entzündung der Atemwege: Infektasthma (Viren, Bakterien etc.)
- körperliche Anstrengung (Belastungsasthma)
- Kälte
Asthmaformen
- allergisches Asthma (Extrinsic Asthma)
- nichtallergisches Asthma (Intrinsic Asthma)
- Mischformen (ca. 80% der Asthmaerkrankungen)
Asthmaformen nach Krankheitsdauder:
- saisonales Asthma z.B. Asthma im Verlauf einer Heuschnupfenerkrankung (Dauer: einige Wochen oder Monate pro Jahr)
- perineales Asthma (ganzjährige Asthmabeschwerden)
Beschwerden
Beschwerden bei leichterem Asthmaanfall
- Atemnot und Kurzatmigkeit
- pfeifendes Geräusch beim Ausatmen (Giemen)
- Hustenanfälle, vor allem nachts mit aufgehustetem, zähflüssigen Schleim (Husten ohne Atemnot spricht dagegen mehr für eine
Bronchitis)
Beschwerden bei schwerem Asthmaanfall
- schnappende Atmung
- zunehmende Erschöpfung, ev. Unruhe bis zu Verwirrtheit
- Haut ist bläulich verfärbt (durch die mangelnde Sauerstoffversorgung des Blutes)
- Die Antiasthmatika wirken nicht mehr (Notfallsituation, Ambulanz und Notarzt müssen angerufen werden für eine sofortige Hospitalisation)
Diagnose bei Asthma
Neben der Klinik (Abhörbefund der Lunge) kann die Asthmadiagnose durch Prüfung der Lungenfunktion und Lungenfunktionstests (z.b. inhalative Provokationstests) erhärtet werden.
Therapie
Allgemeine Massnahmen
- bei allergischem Asthma: Vermeiden der Allergene, ev. Wohnraum bezüglich Allergenen (Hausstaub etc.) abklären lassen, ev.
Durchführung einer spezifischen Immunotherapie (Hypo- bzw. Desensibilisierung)
- Nikotinstop, Vorbeugen von Infekten
- versuchen Sie herauszufinden, welche Stoffe, Situationen einen Asthmaanfall auslösen können
- trinken Sie reichlich Flüssigkeit, dadurch wird die Zähigkeit des Bronchialschleims reduziert
- regelmässige körperliche Betätigung
Medikamente
- Bronchodilatatoren helfen die Bronchialmuskulatur zu entspannen (Beta2- Sympathomimetika, Anticholinergika, Theophylline etc.), dabei wird zwischen
kurz- und langdauernden Bronchodilatatoren unterschieden
- Kortisonhaltige Sprays helfen die Entzündung der Bronchialschleimhaut zu behandeln.
- Weitere Medikamente: Leukotrienantagonisten, Chromoglycinsäure etc.
Asthmaprognose
Voraussetzung für eine gute Prognose ist neben der bedarfsgerechten Medikamenteneinnahme die Eigenmitverantwortung des Patienten. Er muss über seine Erkrankung genau Bescheid wissen und auch über die Wirkung und den Sinn der einzelnen Medikamente.
Auch sollte er durch einfache Messungen selber seine Lungenfunktion überprüfen können (Peak Flow Messungen).
Weitere Infos
weitere Infos (Wikipedia)
Letzte Aktualisierung: 20.3.2008
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