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Parfüm
Ein Parfüm oder Parfum (franz.: parfum = Duft; aus lat.: per = durch und lat.: fumum = Rauch, Dampf; aus der Anwendung von Räucherstoffen abgeleitet) ist ein meist flüssiges Gemisch aus Duftstoffen. Parfüms werden vor allem für zwei Zwecke eingesetzt:
Regal mit Parfümflakons
Parfum Flacons
Bestandteile und HerkunftGrundbestandteile eines Parfüms sind hauptsächlich
Verdünnungenklassen: Es werden, abhängig von der Konzentration an Duftölen, folgende Verdünnungen unterschieden:
DuftnotenEin Parfüm kann durch unterschiedliche Anteile der Grundbestandteile sehr viele verschiedene Duftnoten annehmen. Es setzt sich aus Kopf-, Herz- und Basisnote zusammen.
Parfüms können relativ lange gelagert werden, am besten in einem dunklen und kühlen Raum, damit kein Licht, keine Feuchtigkeit und keine Hitze das Parfüm verfliegen lässt oder den Duft beeinträchtigt. Bei zu langer oder schlechter Lagerung kann es allerdings zu einer unangenehmen Veränderung des Duftes kommen. Ein Parfum kann blumig-feminine, maskuline, orientalische, fruchtige, pudrige, zitrusfrische oder klassisch-elegante Duftnuancen aufweisen. Die wichtigsten DuftbausteineDie wichtigsten Duftbausteine sind Blüten, Früchte, Gewürze, Rinde und Harz, Blätter, Gräser, Moose, Beeren, Wurzeln, Tierische Sekrete und sogenannte Gourmand-Noten.
Persönliche VerwendungDas Parfüm als Wohlgeruch wird sowohl von Frauen als auch von Männern hauptsächlich dazu verwendet, die eigene Persönlichkeit und den eigenen Geschmack/Stil zu unterstreichen. Dabei entwickelt sich jede Duftnote auf der Haut verschiedener Menschen unterschiedlich. Daher ist es wenig sinnvoll, Düfte nach dem Eindruck auf einem Teststreifen oder auf der eigenen Haut zu verschenken. Düfte sollten auf gut durchbluteten Stellen aufgesprüht werden, wie an den Handpulsen und hinter den Ohren. KritikDabei sollte man es mit der privaten Parfümwolke auch nicht übertreiben, da dies auf andere Menschen insbesondere in der Arbeitswelt sehr störend wirken kann. In den USA gibt es schon eine Bewegung für eine duftfreie Arbeitsatmosphäre, die gegen intensive Parfümduftwolken als Belästigung vorgeht. Empfindliche Personen können auf die zum Teil toxischen Substanzen in Parfums mit Benommenheit, rasendem Puls, Atemwegsbeschwerden, Asthmaanfällen, Kopfschmerzen, brennenden Augen, Taubheitsgefühlen und Übelkeit reagieren. Viele Produkte fallen deshalb auch bei Tests der Zeitschrift Öko-Test durch, weil sie die Gesundheit von Menschen und die Umwelt gefährden können. Allergiker sollten ganz auf Parfüm und parfümierte Produkte verzichten, da sich die Anzahl der Duftstoffallergiker in den letzten Jahren nahezu verdoppelt hat. Duftstoffe stehen auf Platz 2 der häufigsten Allergieauslöser, gleich hinter Nickel. Problematisch ist hier, dass eine einmal erworbene Allergie in der Regel ein ganzes Leben besteht. WirtschaftUm den Verkauf von Parfüm zu steigern und damit sich die Kunden vor dem Kauf mit den unterschiedlichen Düften vertraut machen können, werden Testflakons (mit etwa 2 ml Inhalt) zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt. Kleine 5 ml Flakons werden für Sammler angeboten. Die grossen und kleinen Flakons (Dummies) für Dekorationszwecke werden Facticen genannt. Für viele bekannte Modehersteller sind die Lizenzen für Düfte und Kosmetika eine sehr wichtige Einnahmequelle. Daneben finden Parfüms in vielen Produkten eine Verwendung. Hauptbereich sind Produkte für die Körperpflege, aber auch Lebens- und Genussmittel (z.B. Süssigkeiten, Zigaretten, Tees) können parfümiert/aromatisiert sein, um ein bestimmtes Geruchs-/ Geschmackserlebnis zu erzeugen. Mittlerweile werden gar ganze Geschäftsräume parfümiert, um bestimmte Sinneseindrücke zu unterstützen. Als Hauptstadt des Parfüms gilt die französische Stadt Grasse im Département Alpes-Maritimes. MarktDer Umsatz mit Damen- und Herrendüften der sog. Prestige- und Luxuskategorie (die preiswerten Düfte nicht berücksichtigt) betrug laut Fragrance Foundation 2004 in Deutschland 790 Mio. EUR (Vorjahr 773 Mio. EUR). In einer Umfrage gaben 59% der Frauen ab 14 Jahren an, innerhalb der letzten Woche ein Duftwasser verwendet zu haben; bei Männern lag der entsprechende Anteil nur bei 35% (allerdings verwendeten 65% ein Rasierwasser). Gegenwärtig sind insgesamt 1.100 Düfte im Handel erhältlich, jedes Jahr werden ca. 200 neue Düfte eingeführt, davon ca. 60-80 Luxusdüfte. 97% der Neuerscheinungen werden binnen drei Jahren wieder eingestellt, da sie sich nicht wirtschaftlich am Markt durchsetzen konnten. Bedeutende Duftstoffproduzenten
Bedeutende Parfümproduzenten
Schaufensterwerbung für Parfümsorten von Cartier
Bedeutende Parfümeurinnen und Parfümeuresiehe Liste bedeutender Parfümeurinnen und Parfümeure Ausbildung und OrganisationenInternational bekannte Ausbildungsstätte für Parfümeure ist die ISIPCA (Institut Supérieur International du Parfum de la Cosmétique et de l'Aromatique Alimentaire) in Versailles. Der bekannteste Branchenverband ist die US-orientierte Fragrance Association, die auch alljährlich den "Parfüm-Oscar" FiFi-Award in mehreren Kategorien vergibt. Ab 2006 wird dieser Preis umbenannt als "Deutscher Parfümpreis" von der Fragrance Foundation Deutschland vergeben. Geschichte des Parfumssiehe Geschichte des Parfüms Zitate
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