|
|
|
Sulfonylharnstoffe (orale Antidiabetika)
Sulfonylharnstoffe sind orale Antidiabetika, Arzneistoffe, die bei mittelgradigem Diabetes mellitus Typ II (Zuckerkrankheit) eingesetzt werden . Sie stimulieren die Freisetzung von Insulin durch Blockade von Kalium-Kanälen in den B-Zellen des Pankreas. Sie sind strukturell mit den Sulfonamiden verwandt. Chemisch ähnliche Stoffe finden sich in der Nahrungsmittelindustrie, eine Verbindung dieser Stoffe zu Diabetes ist nicht etabliert. Die Herbizide aus der Stoffgruppe der Sulfonylharnstoffe wurden bei Forschungsarbeiten mit den Arzneiwirkstoffen zufällig entdeckt. PharmakologieWirkung: Stimulation der Insulinsekretion durch erhöhte Ansprechbarkeit der ss-zellen auf glucose. Wirksam zur Risikosenkung mikrovaskulärer Ereignisse (Gilbenclamid). NebenwirkungenSulfonylharnstoffe können zu Unterzucker führen, eventuell auch zu gastrointestinalen Beschwerden. Seltene Nebenwirkungen sind Störungen der Blutbildung oder hepatische Cholestase (wie bei den Sulfonamiden). Bei Schwangerschaft müssen Diabetikerinnen auf Insulin umgestellt werden. VertreterDer bekannteste Vertreter ist Glibenclamid. Glimepirid hat eine längere Wirkdauer als Glibenclamid. Ältere, deutlich schwächer wirksame Sulfonylharnstoffe sind Tolbutamid und Carbutamid. Sulfonylharnstoffe der 1. Generation:
Sulfonylharnstoffe der 2. Generation:
Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort eingesehen werden (Autorenliste). Der Artikel steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. Bitte beachten Sie auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
Letzte Aktualisierung: 14. November 2006
Links
Verzeichnisse
Unsere Website dient einzig Informationszwecken. Sie ersetzt keinesfalls die persönliche Untersuchung, Beratung und Behandlung durch Fachkräfte. Bitte beachten Sie auch unsere Rechtlichen Nutzungsbedingungen. |
|